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IrisDok

Computergestützte Irisdiagnose - Vordiplom, 2005 von Edward Müller



Theoretischer Hintergrund



Sehen ist mehr als der physiologische Vorgang. Wir verstehen es im übertragenen Sinn als Durchschauen, Verstehen oder Vorhersehen. Die ältesten überlieferten Darstellungen von Augen
reichen bis weit in die alten Kulturen der Ägypter und Hethiter
zurück.


Es heißt, die Augen sind Spiegel der Seele - und das trifft durchaus zu.
Unsere Iris ist im Kleinen ein Abbild
unseres gesamten Organismus. Dadurch ist z.B. die Irisdiagnose möglich.


eine frühe Iristopografietafel
Der Begründer der Irisdiagnostik Ignatz von Peczely.
ging davon aus, dass bestimmte Stellen auf der Iris die
verschiedenen Körperorgane repräsentieren. Erkrankt ein Organ, so
wird dies auf dem entsprechenden Abschnitt der Iris sichtbar. Die
linke Körperhälfte präsentiert sich dabei auf der linken Iris, die
rechte Körperhälfte auf der rechten Iris.

Für die genaue Irisdiagnostik wird die gesamte Iris in verschiedene Felder eingeteilt. Die strahlenförmige Einteilung besteht wie bei einer Uhr aus 60 Abschnitten, die von der Pupille an den Aussenrand der Iris führen. Gemessen wird in "Minuten", beispielsweise befindet
sich die Leber in der rechten Iris zwischen der 36. und 40. Minute. Durch die weitere Unterteilung in äussere (am Irisrand) und innere (in Pupillennähe) Kreise entstehen auf den "Minutenabschnitten"
kleine Zonen. Jeder Zone ist mindestens ein Organ zugeteilt.



Merkmale (Irisphänomene) sind zum Beispiel

- strahlenförmige Linien
- dunkle oder schwarze Male
- weisse Male
- verschiedene farbige Flecken

Bei der Irisdiagnostik gelten weisse oder gelbe "Wolken" als Hinweis
für Entzündungen, dunkle oder schwarze Male deuten auf die abgeschwächte Funktion eines Organs. Bunte Flecken lassen verschiedene Interpretationen zu.


eine modernere überarbeitete Iristopografietafel (um 1980)

Konzept



Ich habe versucht diesen halbwissenschaftlichen Prozess , also die Deutung mit hilfe einer rechnergestützten Phänomenerkennung zu realisieren.


Das Resultat sollte ein Objekt sein, mit dessen Hilfe man selbst einen Irisdiagnose an seinem linken Auge durchführen kannn. Das Objekt sollte weder zu Medizinisch noch zu skulptural sein.
Es sollte wie ein Stehpult, oder Virine aussehen um es zum Beispiel auch im musealen Kontext zu platzieren.
der Benutzer sollte sein Auge relativ bequem einlesen können ohne sich zu sehr zu verrenken.der Scanmechanismus sollte dezent sein (Kamera) das eingelesen Bild sollte hochauflösend sein, um eine Mustererkennung zu gewährleisten.


Technisches



die Kamera sendet einen permanenenten Viedostream an den Rechner.

Auf Wunsch des Benutzers wir das Aktuelle Bild eingelesen und auf der Projektionsfläche dargestellt.
Ist der Benutzer mit dem Bild zufrieden, kann er den Analyseprozess einleiten.

Das Programm (in meinem Fall Max/MSP+ jitter versucht Muster zu erkennen.


Der IrisDok Diagnose Tisch
Sind bestimmte Muster erkennbar
(Helle Flecken, starke Farbabweichungen,) sendet das Programm die Daten über einen Flashserver an das Interface,
Das stellt die Resultate grafsich und in Textform dar.

Um einen harmonischen Gesamteindruck zu erzielen passen sich die Navigationselemnte der aktuellen Irisfarbe an. Dabei bekommt der äußere Ring seine Tönung durch die dunkelste und gesättigste Farbe der Iris, während der Sektor die hellste Farbe erhält
Dadruch unterstützt das Navigationselement die Form der Iris und gibt ihr auch einen visuellen Rahemen.


Hier ein Beispiel des Flash-Interface:
 Beispiel des Irisdok Interface (200.6 KB)