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K-E-Y-B-O-A-R-D
Ein Projekt von Felix H. Beck

Briefing

Durch Untersuchung und Analyse der Computertastatur sollen Schwachstellen gefunden werden, um mit passenden Lösungsansätzen Aufklärung zu schaffen.

Recherche

Die Anordnung der Tasten (Tastaturlayout), die wir heutzutage benutzen, stammt von der frühen Entwicklung der Schreibmaschine. Bei den ersten Modellen, bei denen die Buchstaben alphabetisch angeordnet waren, verhakten sich die Typenhebel nahe zusammenliegender, oft benutzter Buchstabenkombinationen, zu häufig, so daß diese möglichst weit auseinander gelegt wurden. Daraus entstand 1868 - also vor 150 Jahren (!!!) - durch den US-amerikanischen Buchhalter Christopher Latham Sholes das sogenannte QWERTY Tastaturlayout (benannt nach den ersten sechs Buchstaben in der ersten Reihe), welches sich als Standard (mit wenigen kleinen, lokalen Unterschieden und abhängig von Betriebssystem und Betriebsplattform) in vielen Kulturen etabliert hat.

Wenn man überlegt, daß jeder zweite Mensch der Industriestaaten (und auch Du !!! ) heutzutage den Computer als Arbeits- und Hilfsmittel benutzt und das am häufigsten benutzte Eingabemittel dabei die Tastatur ist, stellt sich die Frage: Wieso arbeiten wir mit einer Tastatur, deren Tastenanordnung weder ergonomisch noch ökonomisch an die heutigen Verhältnisse und die Arbeit mit dem Computer angepasst und bewiesenermaßen schlechter ist ???

Ein Beispiel: Ein dicker Programmierer mit Wurstfingern zockt tagelang Ballerspiele, teilt sich wochentags die Tastatur jedoch mit seiner 75 jährigen, halbblinden Sekretärin. Blödes Beispiel, ich weiß, aber es macht deutlich, dass unser dicker Programmierer eng zusammen liegende Sonderzeichen und Pfeiltasten wesentlich häufiger benutzen wird, als die alte Dame, deren Tastatur im Grunde nur aus Nummernblock bestehen könnte.

Wir stellen also fest, dass jeder Benutzer andere Faktoren mitbringt und die Tastatur für jeden Benutzer individuell angepasst werden müßte, um eben diese individuellen Anforderungen zu erfüllen.


Lösungsansatz:

Ein Vorschlag zur Lösung des Tastaturproblems wäre eine zusammensteckbare analoge Tastatur, die ein individuelles, freikonfigurierbares Tastenlayout ermöglichen würde. Jede einzelne Taste kann an jeder Stelle einer Steckfläche eingesetzt werden und funktioniert dort als der entsprechende Buchstabe, Ziffer, Zahl, was auch immer! Je nach Belieben kann zwischen den Tasten Platz gelassen werden; die Leertaste könnte in der Mitte der Tastatur senkrecht sitzen. Auch könnte es “frei belegbare Tasten” geben, die man mit einem Folienstift selber belegen kann. Beispielsweise die “Adress-Taste”: Ein Klick auf diese Taste fügt an der entsprechenden Stelle eine vorher definierte Adresse ein ?!


Entwurf:

Im Sommersemester 2005 war das Semesterprojekt der Klasse “Gestalten mit Digitalen Medien” von Prof Joachim Sauter frei wählbar. Wie man im oberen Text schon erkannt hat habe ich das Konzept für eine neue, ergonomisch freikonfigurierbare Computertastatur entwickelt. Das Projekt K-E-Y-B-O-A-R-D ist somit als Denkansatz für eine Weiterentwicklung der gemeinen Tastatur gemeint.


Das K-E-Y-B-O-A-R-D besteht aus acht Tasten und wird per USB an Mac oder PC angeschlossen.

Man schaltet es ein und eine Leuchtdiode meldet uns: funktionsbereit.

Das drücken der "K-Taste" gibt an den Computer den Buchstaben "K" aus. Durch Drücken der anderen Tasten kann man beispielsweise das Wort "KEYBOARD" schreiben.


Jetzt kommt der wichtige Punkt: Man kann die Tasten Austauschen. Jede Taste ist abnehm- und an einer anderen Stelle wieder einsetzbar. Das heißt die "K-Taste" bleibt immer die "K-Taste" ganz gleich an welche Stelle man diese einsetzt. Die Intelligenz bleibt quasi in der Taste !!!