 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|

|
|
|
 |
|
|
Ein Projekt von Markus Kison
Projekt Webseite markuskison.de/crucifixion
VideosDokumentation | Spitzenqualität | 21 MB | Quicktime | 5.30 min
Dokumentation | gute Qualität | 10 MB | mpg4 für PC | 5.30 min
Präsentation am Rundgang 2006 | 25 MB | Quicktime | 6.20 min
|
|
|
 |
|
|
Kurzdarstellung „Crucifixion“ ist eine mediale Installation, konzipiert für den Seitenaltar einer Kirche. Der Schatten eines physischen Altarkreuzes erzählt von den Ereignissen am Ort der Kreuzigung Jesus‘, wie sie in den vier Evangelien beschrieben wurden.
DownloadsBeamer-Präsentation vom Rundgang als Pdf herunterladen.
ProjektbeschreibungBereits mit den ersten Abbildungen der Kreuzigung Jesus‘ stellte sich die Frage, ob Jesus mit geöffneten oder geschlossenen Augen gezeigt werden sollte, schließlich behandelte die Geschichte den Übergang vom Leben zum Tode. Mit den Qualitäten des bildnerischen Mediums war es jedoch nicht möglich zeitbasiert zu arbeiten und so entschied man sich anfangs (im Gegensatz zu späteren Abbildungen) Jesus mit geöffneten Augen zu zeigen.
|
|
|
 |
|
|

Abb.1: Jesusabbildung mit offenen Augen
Elfenbeinrelief, zwischen 420-430
Britisches Museum, London
Heute verwenden wir oft nur mehr das sehr reduzierte Symbol des Kreuzes, um an das Wunder der Auferstehung zu erinnern. Die Geschichten hinter dem Kreuz jedoch, geraten immer mehr in Vergangenheit, sind sie doch am Symbol nicht ablesbar und werden traditionell über die Bibel kommuniziert, die gerade für junge Menschen fremd wirkt. Die interessanten Details, die Spannung und vor allem das Wunderbare, Alte, Geheimnisvolle gehen dabei verloren. „Crucifixion“ nutzt die Möglichkeiten des modernen zeitbasierten Mediums, diese wichtige Geschichte, zeitgemäß zu vermitteln. In Form eines Schattens werden die, in den Evangelien beschriebenen Ereignisse, von oben auf den Altar projiziert, hinter ein physisches Tischkreuz aus Holz .
Das Kreuz selbst bleibt als statischer, ritueller Gegenstand unangetastet, während sein Schatten medial um den Content erweitert wird. Damit reiht sich „Crucifixion“ in die Tradition ein, die Kreuzigungsszene in jeder Epoche aufs Neue abzubilden, dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend, um sie auch dem Laien nahe zu bringen. Gleichzeitig dienten Kreuzigungsdarstellungen aus verschiedenen Jahrhunderten als Quelle, um Details richtig wieder zu geben.
|
|
|
 |
|
|

Abb.2: Gemälde als Vorlage
Rabbtula Manuskript, 586
Biblioteca medicea-laurenziana, Florenz
Insgesamt werden in zwölf Minuten zehn Szenen gezeigt, die sich auf dem Berg Golgotha am Kreuze Jesus‘ ereignet haben. Der Schatten des physischen Kreuzes wandert währenddessen, entsprechend dem Lauf der Sonne, von links nach rechts. Nach einer kurzen Pause beginnt der Ablauf von vorne.
UmsetzungDer Film wurde in der Bluebox mit mehreren Schauspielern realisiert. Hierfür wurden Kostüme geschneidert, die in den späteren Silhouetten als die historischen Personen zu lesen waren. Das Rohmaterial wurde in einer Compositingsoftware freigestellt und die einzeln gefilmten Personen wie Jesus, Soldaten oder Pilatus zu den zehn Szenen zusammengefügt. In einer neuen Komposition, die einen Nachbau des physischen Kreuzes enthielt, wurden diese Szenen in einem virtuellen Set um des Kreuz herum angeordnet. Nun konnte die gesamte Komposition mit einem virtuellen Spot im Rechner beleuchtet werden, um sehr reale Schatten zu erhalten, die mit dem Lauf der Sonne wandern und exakte Proportionen besitzen. Das Kreuz und die Filme wurden beim späteren Rendern ausgeblendet, so dass nur ihre Schatten blieben. Der gerenderte Film wird, über einen Spiegel von weit oben auf das hölzerne Kreuz projiziert, während ein dezentes Licht vor dem Altar die Vorderseite des Kreuzes erhellt und den Schatten glaubhaft erscheinen lässt.
Kapitel der InstallationDie drei Kreuze
Hohepriester sprechen mit Pilatus, die Inschrift zu ändern
Soldaten teilen die Kleider und spielen darum
Vorbeikommende Leute lästern
Jesus redet mit Maria
Sonnenfinsternis
Jesus bekommt Essig zu trinken
Tod Jesus‘, Vorhang im Tempel reißt, Hauptmann erschrickt
Soldaten stechen Jesus in die Seite
Abnahme des Leichnams durch Josef von Arimathäa
Bilder
|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|
|
Making-OfHier einige Bilder über die Produktion der einzelnen Kapitel.
|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|
|

|
|
|
 |
|