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El Muro
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Eine Wand beschreibt sich selbst - ein Display mit thermochromer Farbe
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Einführung
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Diese Arbeit handelt vom Mensch und der Mauer.
Die Mauer als Zeichenfläche,als Medium, die Mauer als Objekt für Aggressionen und als Bedeutungsträger.
Noch bevor Menschen die Worte Kunst und Privatbesitz erfunden hatten, gab es Malereien auf Wänden,so genannte Graffitis. Seitdem hat sich diese Kunstform immer weiter entwickelt, bestimmte Menschen hatten das Bedürfnis ihre Gedanken/Gefühle auf Wänden auszudrücken (Man kann also sagen Graffiti ist älter als Privatbesitz, durch den es heutzutage als eine kriminelle Handlung geahndet wird). Unter den alternativen "Wandgestaltern" aller Art gibt es viele unteschiedliche Richtungen: Graffiti (1 Namen verbreiten, mit "Tags" und "Pieces"), politische Graffitos (politische Aussagen), Street Art (Selbstgemachte Poster, Schablonen Graffitis usw) und ähnliches. Diese Künste stehen in Subkulturen und es wird sehr oft wenig wert darauf gelegt dass der Rest der Gesellschaft die "Kunst" wahrnimmt, sie zu schätzen weiss geschweige denn auf sie reagiert.

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Abgesehen davon wurden Mauern oft für (offizielle) Bekanntmachungen genutzt und waren somit lange Zeit ein wichtiges Medium des öffentlichen Raums: Wandzeitungen, Posterwände, Werbeflächen uä.
Da eine Mauer immer Teil einer Architektur ist steht diese immer für etwas (Repräsentation, Reichtum, Nationalität). Eine besondere Architektur bildet die Mauer die alleine steht, zb die Berliner Mauer, die Mauer die momentan zwischen Israel und Palästina erbaut wird oder der grosse Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko. Diese Mauern sind einerseits Hindernis und Abschreckung, andererseits stellen sie eine bedeutsame politische Aussage dar, die sich in Architektur manifestiert.
Wen schützt die Mauer? Wen schliesst sie aus oder ein? Warum brauchen Menschen oder Staaten Mauern um sich abzutrennen?
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Konzept
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Diese ambivalente Verhältnis des Menschen zur Mauer wird hier thematisiert. Die Wand selbst kommt "zu Wort" und äussert sich über das Zusammenspiel zwischen dem passiven Bauwerk und dem Menschen. Politische Graffitos, direkt von Mauern entnommen (hauptsächlich von der Berliner Mauer), die sich mit der abstrusen Architektur auseinandersetzen, werden mechanisch an die Wand geschrieben, die Wand beschreibt sich selbst.
Die Aussagen verblassen sofort wieder, stellvertretend für die Aussichtslosigkeit solcher Graffitos die Politik (die solche Mauern baut) zu beeinflussen, ja überhaupt von den Bürgern einer Stadt wahrgenommen zu werden.
Die Wand steht allein im Raum, wie ein Monolith von einem anderen Planeten (die äussere Erscheinung gleicht dem Monolith aus 2001 Odyssee im Weltraum), und wiederholt sysiphosartig die Aussagen, die Reaktionen mancher Menschen auf das Bauwerk, also sich selbst, unabhängig davon ob sie von Menschen wahrgenommen wird oder nicht.

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Video Dokumentation
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Technik
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Die Wand ist von innen mit einem Plotter ausgestatt. Dieser zeichnet von innen mit einem erhitzten Lötkolben gegen die Leinwand die mit thermochromatischer Farbe angestrichen ist. Die Hitze dringt durch den Stoff und die Farbe auf der anderen Seite wird punktuell erhitzt, dadurch verändert sich der Farbton der Leinwand. Sobald die Hitze nachlässt verblasst die erhitzte Farbe wieder. Dadurch können Worte geschrieben werden, aber auch jegliche anderen einfachen Grafiken dargestellt werden.
Software: Processing
Hardware: Roland Plotter DPX-3300
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by Willy Sengewald & Richard The
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